„Straight Outta Compton“ und ich

Eines meiner größten Laster war es ja immer schon, am Ende eines Textes den Hinweis „Bald kommt eine Fortsetzung“ hinzuklatschen – und dann nie eine Fortsetzung folgen zu lassen. Doch, nie mehr! Denn siehe da, nachdem ich mich kürzlich ja bereits über das Phänomen N.W.A ausgelassen hatte, werde ich nun noch von meinen Eindrücken beim Besuch des Kinofilms „Straight Outta Compton“ berichten.

WER DEN NOCH FILM ANSEHEN WILL: BITTE DEN KOMMENDEN ABSATZ ÜBERLESEN, BIS ZU DER STELLE, AN DER EUCH WIEDER GROSSBUCHSTABEN BEGRÜSSEN. DAZWISCHEN LAUERN NÄMLICH JEDE MENGE SPOILER. DANKE

Die Kurzfassung der Story: Drogendealer Eric Wright entschließt sich Ende der Achtziger, dem lebensgefährlichen Drogenhandel abzusagen, sein Geld ins Musikgeschäft zu investieren und das Label „Ruthless Records“ zu gründen. Eine neue Band soll her, also findet er zunächst Dr. Dre, der in einem Nachtclub mit DJ Yella auftritt, später kommen Ice Cube und MC Ren dazu, und die neue Gruppe steht. Eazy selbst sieht sich als eine Art organisierendes Oberhaupt der Gruppe, nicht als Rapper. Durch einen Zufall nimmt er aber den ersten erfolgreichen Song der Band auf 1. Dann folgt der schnelle Aufstieg zur berühmt-berüchtigten Band, doch kurz darauf verlässt Ice Cube die Band, da er sich unter Wert bezahlt fühlt. Es kommt zu heftigen Diss-Attacken zwischen den verbliebenen Mitgliedern und Cube, bis auch Dre mit der Verteilung der Einnahmen nicht mehr einverstanden ist und die Gruppe ebenfalls verlässt. Damit ist N.W.A Geschichte. Nach einiger Zeit gibt es zwar erste Gespräche über eine Versöhnung und ein Comeback, doch kurz darauf, im Jahr 1995, verstirbt Eazy-E an AIDS.

ALLES WIEDER GUT, HIER IST DER SPOILER ZU ENDE. DIE LUFT IST WIEDER REIN.

An einem Montag in nicht allzu ferner Vergangenheit – es war der letzte richtig heiße Tag des Sommers – saß ich im Kino und war sehr gespannt darauf, wie gut es gelungen war, die Geschichte N.W.As filmisch festzuhalten. Da ich eher der Kinogängertyp Spätvorstellung bin, kam es mir etwas seltsam vor, dass die späteste Vorstellung schon um 19.30 begann. Noch verwunderter war ich darüber, dass der Saal trotz der immensen Hitze an jenem Tag fast restlos gefüllt war, aber der Sprung an die Spitze der Besucher-Ranglisten muss ja seinen Grund gehabt haben.

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