Ab in die Arena

Es wurde ja echt mal Zeit, dass ich die Allianz Arena besuche. Das war mir bis vorgestern gar nicht so sehr bewusst, doch als ein Mannschaftskollege in die mannschaftsinterne Whatsapp-Gruppe schrieb, dass er zwei Karten für Bayern gegen Gladbach über habe, gute Plätze, Unterrang, und ich kurz überlegte, ob ich sie mir schnappen sollte, da fiel es mir auf. Seit 2005 steht das Ding, ich habe immer nur Gutes gehört, im Fernsehen sieht es auch sehr schmuck aus, doch ich war nie dort. Die Chance war günstig, dies zu ändern, attraktiv noch dazu, zwecks Eröffnungsspiel der Bundesliga, zwecks Guardiola, Überbayern und Gladbach, auch nicht gerade Kanonenfutter. Ich sagte zu, machte den Plan meiner Freundin schmackhaft, bekam die Tickets, und einen Tag später ging es los.

Wir sind ja in der Nähe von Stuttgart. Vor lauter Aufregung erzählte ich jedem von meinem bevorstehenden Ausflug, und jeder, der Erfahrung hatte in Sachen aus der Nähe von Stuttgart zur Allianz Arena fahren, warnte mich vor: Puhhh, also Freitagabend Richtung München, erstes Spiel, Sommerferien, Urlaubszeit, mach dich auf was gefasst, mein Lieber. Erschwerend aus meiner Sicht kam hinzu, dass ich vormittags dringende Erledigungen vor mir hatte, die nicht aufschiebbar waren. „Ich würde spätestens um drei Uhr losfahren“, war der Tipp eines guten Freundes, der berufsmäßig tagtäglich auf den Autobahnen unterwegs ist. Um 16.45 fuhren wir los. Es folgt: die Chronik des Abends. Die angegebenen Uhrzeiten sind natürlich grob dahergeschätzt.

(Wer nur von den Eindrücken im Stadion während des Spiels lesen möchte und nicht davon, was ich, meine Freundin, und das Navi bei der Hinfahrt und vor dem Stadion durchlebten, scrollt sich bitte gleich zum Eintrag bei 20:55)

16:49: Getankt werden muss natürlich auch noch. Ich: „Hast du dir vielleicht mal die Stau-Infos gegoogelt?“ Freundin: „Nee, hattest du mir das gesagt?“ Ich: „Nee.“ Freundin: „Schauen wir halt mal, wir haben ja das Navi.“ Ich: „Genau. Wir hatten jetzt halt keine Zeit, das Ganze richtig durchzuplanen, aber die spontanen Trips sind ja immer die besten.“ Freundin nickend: „Mhmhm.“ Wir sind frohen Mutes. Das Navi zeigt als Ankunftszeit 19:21 an, also alles noch im Lot.

17:05: Der autobahnaffine Freund meldet sich: „Fahr bloß nicht auf die Autobahn von Stuttgart nach München, Unfall, 20 Kilometer Stau! Du musst über Nürnberg und Ingolstadt fahren“. Das Navi stimmt ihm zu.

17:50: Irgendetwas spielt verrückt, ich weiß nur nicht, ob es das Geschehen auf den Autobahnen Süddeutschlands ist, oder das Navi. Es will mich ständig von der Autobahn herunterkommandieren, ich vermute zunächst, dass irgendjemand das Teil darauf eingestellt hat, Landstraßen-Routen auszuspucken, ich hatte es in letzter Zeit oft verliehen. Wann immer die Verkehrsmeldungen im Radio kommen, hört der Sprecher aber gar nicht mehr auf, irgendwelche Staus und Behinderungen vorzulesen. Ich bin verwirrt. Das Navi zeigt als Ankunftszeit 19:48 an. Wir werden wohl die Feierlichkeiten vor Spielbeginn verpassen, doch es gibt Schlimmeres. Beim Anstoß will ich aber auf den Plätzen sitzen.

18:30: Es wird zunehmend tricky. Ich hasse Anfahrtsstress, bin jetzt aber mittendrin. Verstärkend kommt hinzu, dass ich leider das Gegenteil von dem einen Wunderkind bin, dass einmal bei „Wetten Dass“ glänzte, weil er das ganze Autobahnennetz in Deutschland auswendig wusste, sprich: ohne Navigationssystem wäre ich aufgeschmissen. Meiner Freundin geht es ähnlich. Bis Nürnberg läuft alles ganz gut, danach fängt ständig der Stau-Vorwarnungsbutton an zu blinken. Ich soll mal wieder eine Umleitungsstrecke fahren, dabei sieht die Autobahn ganz geordnet aus im Moment. Ich vertraue der GPS-Einschätzung aber und nehme die Ausfahrt. Das Navi zeigt als Ankunftszeit 20:15 an. Ich kenne die Parksituation vor der Arena nicht, kommt man dort denn schnell genug rein, schaffen wir es noch bis zum Anpfiff? Es wird kritisch.

18:40: Die Liebste muss für kleine Mädels. Zwischenstopp an einer Raststätte, die nur aus einem WC-Häusschen besteht. Das Innere des Häusschens ist, wie nicht anders zu erwarten war, in einem bedauernswerten Zustand: Gestank, Schmutz, Vorgänger, die vom Prinzip des Spülens nach dem Geschäft nicht viel halten. Die Liebste ist in hygienischen Fragen sehr empfindlich, das Ganze zieht sich. Ich addiere mir im Kopf zusammen, was das Navi nun wohl als Ankunftszeit anzeigen wird.

18:45: Verwirrung macht sich breit. Laut Navi soll ich die letzten siebzig Kilometer, die ich per Autobahn zurückgelegt hatte, in entgegengesetzter Richtung auf der Landstraße zurücklegen. Was ist los Navi, muss ich vor einem Geisterfahrer flüchten, oder wie? Er gibt keine Antworten. Ich folge zunächst, überlege dann aber und entscheide mich dann, umzudrehen und zurück auf die Autobahn zu fahren. Auf dem Weg zur Ausfahrt rattere ich durch eine Baustelle und rase schnurstracks in einen Blitzer. Tempolimit 60, mein Tempo knapp unter 100, verdammt nochmal, das wird Konsequenzen haben. Ich gebe im Moment des Ärgers dem Navi die Schuld, bin in Rage, verfluche ihn und seine Mutter, es geht unter die Gürtellinie, nicht nett. Freundin: „Komm, kann man jetzt nicht ändern, bleib ruhig.“ Es fällt schwer.

19:45: Laut ursprünglichem Plan sollten wir längst in der Arena sein, in Wirklichkeit trotten wir von einem uns unbekannten bayrischen Dorf ins Nächste. Trotz meines Grolls auf das Navi musste ich mich von ihm erneut auf die Landstraße führen lassen, laut Radiomeldungen blieb mir nichts anderes übrig, zwischen München und uns soll es mehrere Staus geben. Seltsam, dass ich von jedem Stau heute bisher nur gehört habe. Nach dem Geblitztwerden vorhin muss ich mich nun auch noch an jedes einzelne Tempolimit halten, damit ich heute nicht noch als Verkehrsrowdy des Jahres eingebuchtet werde. Inzwischen die offizielle Ankunftszeit: 20:30. Ganz mies.

20:15: Irgendwann war das Navi dann doch so gnädig, mich wieder auf die Autobahn zu lassen, und zwar erst ganz knapp vor München. Als ich die Auffahrt nehme, sehe ich, dass die Gegenseite komplett steht, auf unsere Seite geht es stockend voran. Das Navi zeigt als Ankunftszeit 20:37 an. Ich habe mich damit abgefunden, will einfach nur noch irgendwie ankommen. Es geht nur sehr schleppend voran.

20:40: Da ist sie! Neben der Autobahn taucht plötzlich das rote Schlauchboot auf, das Ziel unserer Fahrt, na endlich. Ich entschließe mich dazu, den Stress von der Fahrt abzuhaken, die Verspätung als Prdukt einer Verkettung unglücklicher Umstände hinzunehmen und mich auf das Spiel zu freuen, auch wenn ich die Anfangsphase verpasse.

20:45: Die tatsächliche Ankunftszeit. Wir sind nicht die Einzigen, die zu spät kommen, im Gegenteil. Vor dem einzig noch geöffneten Parkhaus gibt es eine lange Schlange, Dutzende Autos kommen ebenso verspätet an. Damit verzögert sich nun auch die Parkplatzsuche, ich muss in den höchsten Stock fahren und befürchte für die Heimfahrt Schlimmes. Ein Ordner, der mir den Weg zu einer noch freien Ecke beschreibt, teilt mir mit: „Machts kein Stress, das Spiel hat mit zehn Minuten Verspätung angefangen.“ Der hat gut reden, wir sprinten los. Aus dem Parkhaus führt eine kleine Treppe nach oben, dann steht man mitten in einem weiten Feld mit mehreren Laufwegen zur Arena, die noch einige hundert Meter entfernt liegt.

20:47: Ich sprinte wieder zurück. Wir kamen mit einem netten Mann ins Plaudern, den ich an einem Parkautomaten um Rat gebeten hatte, da auf diesem irgendetwas von einer Arena-Card stand, die ich natürlich nicht hatte. Er sagte, dass es kein Problem sei, wenn man eine solche nicht besäße, man zahle beim Verlassen des Parkhauses einfach zehn Euro, alles halb so wild, er kannte sich hier aus. Mitten in die Beratungen mit dem Mann fragt meine Freundin hinein: „Die Tickets hast du aber dabei, oder?“ Hab ich nicht und drehe schnurstracks um, Mann und Freundin lachen, Mann geht weiter, Freundin wartet.

20:48: Ich bin wieder oben, und wir bewegen uns wieder in Richtung Arena, diesmal im etwas schnelleren Schritttempo, genug gehetzt für heute. Ich habe zum ersten Mal Zeit, die sich vor mir aufbauende, rot leuchtende Arena so richtig zu begutachten. Die Umgebung kommt mir etwas seltsam vor, sie ist dunkel und karg, außer den Feldern fällt mir auf die Schnelle nix auf. Das lässt sie auf eine gewisse Weise verlassen wirken, gleichzeitig wirkt sie durch ihre Größe, Farbe und ihr ganzes Erscheinungsbild in dieser Art von Umgebung umso imposanter und eindrucksvoller. Ich finde sie schön. Auf dem Weg zu ihr laufen immer wieder Schwarzmarkt-Anbieter an uns vorbei, alle paar Meter heißt es: „Tickets? Tickets?“ Ein asiatischer Mann bleibt bei einem der Anbieter stehen, ich schnappe beim Vorbeilaufen auf, dass er 100 Euro hinblättern soll. Am Geländer einer der Unterführungen steht eine Gruppe laut miteinander diskutierender türkischer Männer, die verstummt, als wir vorbeilaufen, und einer stürmt auf mich zu wie auf dem Basar: „Tickets my friend? For you and your lady?“ Ich verzichte darauf, auf türkisch zu antworten, und gehe nach kurzem „No thank you“ weiter.

20:50: Wir sind am Eingangstor, wo es hektisch zugeht. Es ist eine recht große Schlange vor uns, die auf den Einlass wartet, doch der Einlass erfolgt schnell. Vor uns steht ein stämmiges Liebespaar in voller Fan-Montur und identischen Ribery-Trikots, die trotzdem ihren Unmut äußern. Sie tun das in einem so tief-bayrischen Dialekt, dass ich den Worten zwar ihren Ärger über die Ordner entnehmen kann, nicht aber die Bedeutung. Alles was ich verstehe, ist: „Machts mal schneller da vorne!“ Wir kommen an die Reihe und sind schnell drin. Als ich mein Ticket an der elektronischen Einlassstelle prüfen lasse, höre ich hinter mir plötzlich den Ordner losschreien, der mich eben auf verbotene Gegenstände untersucht hatte und mir dann den schnellsten Weg zu unseren Plätzen beschrieben hatte: „So, es reicht jetzt! Der Herr hier hat für heute Stadionverbot, das wars!“ Ich drehe mich um und erkenne den Herrn, es ist der nette Mann von vorhin, der mich in Sachen Parksituation beraten hatte. Er schaut entsetzt und sagt: „Aber wieso denn, das kann nicht sein, nein halt, einen Moment…“ Wir müssen weiterlaufen, fragen uns aber auf dem Weg nach drinnen, was da passiert ist. Was konnte er sich denn zu Schulden kommen lassen gehabt haben? Und warum war er erst nach uns am Eingang? Seltsam, doch wir haben keine Zeit.

20:52: „Egal was passiert, hoffentlich verpassen wir wenigstens kein Tor“, hatte ich zu meiner Freundin gesagt, als wir vor dem Parkhaus angekommen waren. Während wir noch draußen sind und die linke Außenseite der Arena entlanglaufen, ertönt von drinnen ein lautes Geschrei, kurz darauf hört man, wie die Menge die seit Jahren von Stadien in aller Welt gekaperte White-Stripes-Melodie gröhlt. Tor verpasst, der Super-GAU. Weiter gehts.

20:55: Wir haben den richtigen Block gefunden, doch auch das Aufsuchen unserer Sitze läuft nicht ganz rund. Unsere Plätze befinden sich im seitlichen Unterrang auf Höhe des Strafraums, Reihe 10. Wir sind als Platzsuchende die einzigen zwei Stehenden im Block und ziehen die Blicke auf uns, doch was muss, das muss. Ich merke schnell, dass unsere Plätze belegt sind. Bevor ich mich in die vollbesetzte Reihe begebe, um die zwei jungen Burschen von unseren Plätzen wegzubeordern, weist mich meine Freundin darauf hin, dass die Reihe dahinter völlig unbesetzt ist, zehn bis zwölf Plätze von Höhe der Eckfahne bis ungefähr zum Elfmeterpunkt sind frei. Wir setzen uns auf die zwei Plätze links vom Treppengang und sitzen nun also in Reihe 11 ziemlich genau auf Elfmeterpunkthöhe.

20:56: Einige Sekunden, nachdem wir uns hingesetzt haben, erhöht Bayern auf 2:0, Mandzukic. Erneuter Jubel um uns herum, wir jubeln einfach mal mit, obwohl wir eigentlich neutrale Zuschauer sind, Event-Fans deluxe also. Ich muss mich erstmal einfinden hier drin, mich umschauen und Eindrücke sammeln, das geht alles sehr schnell jetzt, mit den Toren und dem Jubel, ich brauche noch etwas Zeit.

21:00: Nun haben wir uns endgültig eingefunden, der Stress ist vorbei, wir sind hier, wir schauen das Spiel. Ich habe mich kurz in der Arena umgeschaut, es ist eine ganz schmucke Kiste, unterscheidet sich jetzt nicht so dramatisch von anderen Bundesliga-Stadien, in denen ich war. Ab jetzt kann ich mich also auf das Spiel konzentrieren.

21:10: Ich sehe die Bayern seit Beginn der Schweinsteiger-Lahm-Ribery-und Co-Ära zum ersten Mal live, und ich bin im ersten Durchgang sehr beeindruckt. Klar, dass sie einen überragenden Ball spielen, war mir vorher schon bewusst, doch wenn man das Ganze so vor sich von statten gehen sieht, ist es doch anders als zu Hause vor dem Fernseher, es sind Kleinigkeiten, die einem besser auffallen. Sie sind in der Offensive ständig in Bewegung, das Spielverständnis untereinander ist unglaublich. Jeder Ball, jeder Laufweg sitzt, das Tempo im Passspiel und generell in den Aktionen ist unglaublich. Wenn sie mal ins Rollen kommen, kann man eigentlich keine Fehler im Spielaufbau erwarten. Sie verlieren den Ball im Normalfall nur dadurch, dass mal eine Flanke zu weit oder zu kurz geschlagen wird oder ein Schuss verunglückt. Lange Diagonalbälle werden aus dem Fußgelenk geschlagen und sitzen zentimetergenau. Ich habe Spaß dabei, ihnen zuzuschauen.

21:15: Mir fällt zum ersten Mal auf, wie ruhig die Bayern-Fans sind. Mit der Zeit schaue ich immer wieder um mich herum und denke, was ist hier los? Keiner singt, keiner klatscht, keiner bewegt sich. Ich weiß nicht, wer für diese Scheiß-Stimmung verantwortlich ist, kann es aber kaum glauben. Da spielt der Triple-Sieger vor uns im Eröffnungsspiel der Bundesliga und ich höre keinen einzigen Anfeuerungsruf des heimischen Publikums. Erst am nächsten Tag werde ich googeln und erfahren, dass es Unstimmigkeiten zwischen Fans und Vereinsführung gibt und deswegen eine Art Stimmungs-Boykott im Gange ist. Hier und jetzt aber wundere ich mich sehr darüber. Das einzige, was ab und zu in Sachen Schlachtruf vereinzelt zu hören ist: „Super Bayern, super Bayern, hey, hey“, es bleibt aber bei vereinzelten Mitmachenden und das Ganze verebbt schnellt. Einmal schwappt eine dürftige Laola-Welle daher, die mir völlig deplatziert scheint. Ist eine Laola-Welle normalerweise nicht eine Art Kulmination einer sehr guten Stimmung, der Ausdruck einer überragenden Gesamtlaune auf den Rängen? Hier und jetzt passt sie jedenfalls nicht rein, und die Meute hebt auch nur zögerlich die Arme, als sie bei uns ankommt.

21:18: Ribery, er ist unglaublich. Sein Auftreten überstrahlt alle anderen auf dem Platz, und das nicht nur, weil sein Arbeitsgebiet genau vor meinem Block ist. Ich persönlich hasse es ja, auf dem Flügel zu spielen, weil ich mich dort immer so weit weg vom Geschehen fühle, zu weit weg vom Zentrum, vom Strafraum, da, wo die Action ist. Der gute Franck liefert mir hier vor meinen Augen den Gegenbeweis, mit einem einfachen Trick: er spielt einfach so groß auf, dass sich das Geschehen immer auf seinen Flügel verlagert, er macht also die linke Seite zum Mittelpunkt des Geschehens. Alaba hat seinen Anteil an der Stärke Riberys, denn er spielt nicht nur ein gepflegtes Kurzpassspiel mit dem Franzosen, sondern beschert diesem durch seine offensiven Laufwege und die dadurch auf sich gezogene Aufmerksamkeit der Gegenspieler Freiräume. Riberys Geschwindigkeit, Technik, Unkontrollierbarkeit ist eine Augenweide. Als er einmal von links in den Strafraum dringt, vier Mann mit zwei Dribblings stehen lässt und den Ball gefährlich hereingibt, stehe ich spontan auf und klatsche. Als ich merke, das ich der Einzige bin, setze ich mich wieder hin.

21:20: Gladbach ist bisher erwartungsgemäß hauptsächlich mit Verteidigen und Hinterherrennen beschäftigt, doch einmal kommen sie fast zum Anschluss, als Raffael mit dem Kopf auf jemanden ablegt, der von meiner Perspektive aus verdeckt ist und dessen Flachschuss sehr gut von Neuer pariert wird. Links über meinem Block ist der Gladbach-Anhang untergebracht, der Mittelrang und der Oberrang in der Kurve ist grün, schwarz und weiß. Die Gladbacher machen einen enormen, unaufhörlichen Rabatz und haben die Atmosphäre des Stadions komplett im Griff. Sie singen, klatschen, feuern an, sie trommeln, sie sind laut. Also all das, was die Bayern-Anhänger um mich herum nicht sind. Ich drehe mich immer wieder in ihre Richtung und schaue anerkennend nach oben, die Stimmung, die sie da oben machen, bei einem 0:2-Rückstand ihres Teams, das bisher nicht so ganz zur Entfaltung kommt, gefällt mir sehr. Auch die Bayern-Fans in unserem Block drehen sich immer in Richtung Gästekurve und schauen dann böse nach oben bzw. machen irgendwelche Gesten. Ein Mann, der seinen kleinen Jungen auf dem Schoß hat, streckt immer wieder den Mittelfinger nach oben, wann immer die Gladbacher zu den zugegebenermaßen nicht sehr kreativen „Hoeneß in den Knast“-Rufen ansetzen. Er gibt damit als Vater keine so glückliche Figur ab, wie ich finde. Ein blonder Bayern-Fan einige Reihen unter uns, der exakt so aussieht wie das eine Mitglied von „Switch“ auf Pro 7, derjenige, der Stefan Raab und so ziemlich jeden weiteren Promi in Deutschland imitieren kann, steht im Fünf-Minuten-Takt auf, dreht sich zu den Gladbachern und macht variierende Gesten höhnerischer Natur. Mal legt er sich lächelnd den Finger auf die Lippen, mal spielt er eine imaginäre Trompete auf seiner Nase, mal macht er es dem stinkefingerzeigenden Vater nach.
Direkt vor mir und meiner Freundin sitzt eine kleine Familie mit interessanter Besetzung. Der Vater, ein Mann mit grauen Locken, um die Fünfzig, fiebert offensichtlich sehr mit Gladbach mit, auch wenn er keine Fankleidung trägt, die Tochter um die zwanzig trägt ein Schweinsteiger-Trikot und ist ebenfalls voll dabei, dazwischen sitzt die Frau bzw. Mutter, die immer das Familienmitglied nett anlächelt, das gerade auf eine eben stattgefundene Spielszene reagiert.

21:20: Eigentor Dante, Gladbach verkürzt. Die Kurve über uns explodiert, der Vater vor uns steht auf und streckt die Arme hoch, die Tochter schenkt ihm giftige Blicke. Ich habe gegen das Tor nichts einzuwenden, da es die Partie kurz vor der Pause nochmal offene gestaltet und ich in erster Linie hier bin, um ein gutes Spiel zu sehen. Halbzeit.

21:45: Der Ball rollt wieder, ich bin gespannt, ob Gladbach hier noch etwas holen kann. Jetzt erst fällt mir ein Ordner auf, der unten am Treppengang, auf der anderen Seite der Absperrung sitzt und dessen einzige Aufgabe darin besteht, den ganzen Abend lang den Block zu beobachten und sicherzustellen, dass niemand über die Absperrung springt. Ich frage mich, ob das nun ein geiler oder eher ein dürftiger Job ist. Man ist zwar im magischen, inneren Teil des Stadions, man ist nur wenige Meter von Bundesliga-Fußball entfernt, im Endeffekt hat man aber eigentlich nichts davon, weil man davon ja überhaupt nichts sieht. Wäre wohl nicht so mein Ding. Ich nehme mir vor, darauf zu achten, wie rigoros er sich an die Aufgabe hält, und ob er sich bei gefallenen Toren etc. doch kurz umdreht, denke später aber nicht mehr dran.

21:47: Genau vor uns laufen sich nun ausgewählte Bayern-Ersatzspieler warm. Zuerst kommt Kirchoff mit einem Assistenten Guardiolas, der ihm Anweisungen gibt, später dann Rafinha, schließlich noch Martinez. In dieser Reihenfolge werden sie auch eingewechselt. Ihr Aufwärmprogramm wird vom Assistenten geleitet, der irgendein kleines, elektronisches Gerät in seiner Hand hält, bekommt er dadurch die Anweisung, welchen Spieler er zur Einwechslung rüberschicken soll? Jedenfalls kommt mir das von ihm vorgebene Programm sehr intensiv vor, die drei Jungs sind eigentlich nur am Hin-und-Her-Sprinten. Vom Amateurfußball kenne ich das ja ganz anders, da läuft man zwei, drei Bahnen, und verharrt dann in einer Alibi-Dehn-Körperhaltung mit gespreizten Beinen, in der man sich solange das Geschehen auf dem Platz anschaut, bis man vom Trainer rübergewunken wird. Da hat man aber auch keinen Assistent mit Elektro-Dings an der Backe.

21:55: Gladbach hat durch den Anschluss natürlich Lunte gerochen und kommt jetzt besser ins Spiel. Sie spielen in der Offensive einen durchaus gepflegten Ball mit gutem Passspiel und einigen gefährlichen Angriffen über den Flügel bzw. schnell vorgetragenen Kontern. Herrmann ist enorm flink, Raffael macht einen guten Eindruck, von Arango, auf den ich sehr gespannt war, bin ich etwas enttäuscht.

22:00: Mir fällt auf, dass Schweinsteiger heute sehr unauffällig agiert. Außerdem habe ich das Gefühl, dass Toni Kroos sehr schnell und oft schießt, einige Mal kommt es mir zu schnell und etwas unüberlegt vor. Das Spiel hat im zweiten Durchgang noch mehr Fahrt aufgenommen, es geht nun teilweise sehr schnell hin und her, beide Mannschaften überbrücken das Mittelfeld schnell und sind auf ein Tor aus. Der Stress der Anfahrt hat sich gelohnt, es ist ein sehenswertes Spiel.

22:07: Handelfmeter für Bayern. Die Szene spielt sich vor dem von uns entfernteren Tor ab, doch wie ich das von hier aus sehe, ist der Elfmeter wohl berechtigt, der Kontakt mit der Hand durch Dominguez war jedenfalls klar zu sehen. Alle stehen auf, Müller tritt an, Müller verschießt, die meisten setzen sich wieder hin.

22:08: „Was ist passiert? Was ist passiert?“ Es herrscht helle Aufregugn, meine Freundin zieht vehement an meinem Ärmel und fordert Aufklärung, doch ich bin für den Moment überfordert. Ich sehe nur, dass mehrere Gladbacher zum Linienrichter rennen und ihn belagern, es muss also eine Entscheidung gegen sie getroffen worden sein. Kurz darauf wird klar, dass es erneut Elfmeter gibt. Die einhellige Meinung in unserer Gegend ist, dass der Schiedsrichter den Elfer wohl wiederholen lässt, weil die Gladbacher zu früh in den Strafraum gerannt sind. Dass Dominguez den Ball erneut mit der Hand spielt, und das ganz klar, werde ich erst am nächsten Tag sehen, als ich mir die Zusammenfassung des Spiels anschaue. Auch der Gladbach-Vater vor uns glaubt wohl an die Wiederholungs-Theorie und ist erbost, nach dem zweiten verwandelten Elfmeter schimpft er gestikulierend in Richtung Spielfeld, er haut sich auf die Oberschenkel, steht dann auf und klatscht offensichtlich sarkastischen Beifall und hebt die Daumen hoch, der Frust sitzt tief. Ich werte das Spiel nun jedenfalls als entschieden. Fun fact: die Heimmannschaft erzielt den erlösenden, vermutlich spielentscheidenden Treffer, und der Jubel des Heimpublikums wird vom Pfeifkonzert und von nicht aufhören wollenden Schlachtrufen der Gästefans übertönt. Ich komme immernoch nicht damit klar. Irgendwie habe ich Lust darauf, mir das Spiel mit den Gladbachern von da oben anzusehen. Nicht, weil ich etwas gegen Bayern hätte, sondern einfach nur, weil sie so abgehen und Stimmung machen. Es ist wie bei einer Party, in der man schüchtern an der Bar hockt und einer Gruppe aufgedrehter Breackdance-Freaks auf der Tanzfläche zuschaut. Man würde halt am liebsten irgendwie teilnehmen.

22:15: Gladbach steckt nicht auf und sucht den erneuten Anschluss, Bayern ist im zweiten Durchgang bei weitem nicht mehr so dominant, von der Offensive kommt nicht mehr viel, auch Ribery ist nicht mehr ganz so präsent. Wer mir bei Gladbach sehr gut gefällt, ist Max Kruse. Im ersten Durchgang trotz einer guten Chance noch eher unauffällig und von meiner Freundin etwas voreilig in Frage gestellt („Kann es sein, dass der 10er bei Gladbach etwas Übergewicht hat? Also für einen Fußballer?“), ist er nach der Pause einer der aktivsten auf dem Platz. Ich muss zugeben, dass ich ihn vorher nie so richtig auf dem Schirm hatte, trotz seines Durchbruchs im letzten Jahr in Freiburg, doch hier überzeugt er mich. Saubere Technik und sehr enge Ballführung, starker linker Fuß, sehr pass- und kombinationssicher, an guten Angriffen meistens beteiligt. Dabei kann ich nicht ganz entziffern, ob er denn jetzt als Zehner agiert, als einzige Spitze, oder ob er und Raffael auf einer Linie in einem 4-4-2 an vorderster Front aufgestellt sind. Egal, er spielt stark. Wenn ich so als Nicht-Gladbach-Insider schätzen dürfte, würde ich jedenfalls vorhersagen, dass er diese Saison zum Leistungsträger wird.

22:18: Die Hoffnung, zum ersten Mal eine Partie des FC Bayern zu sehen, in der Mandzukic sich nicht mit dem Schiri anlegt, erlischt.

22:20: Das Spielende naht, die Sache ist wohl gelaufen. Gladbach hat nach wie vor Pech im Strafraum bzw. im Abschluss. Bayern macht in der zweiten Halbzeit defensiv nicht immer den sichersten Eindruck und macht nach vorne nicht mehr allzu viel, sollte das Ganze aber nun relativ problemlos über die Zeit schaukeln. Der Gladbach-Vater schüttelt immer wieder vehement den Kopf, auch wenn gerade nichts passiert, die Elfmetersituation nagt wohl noch an ihm. Seine Frau lächelt dann immer mitleidig herüber und streichelt ihm den Hinterkopf. Von der Schweinsteiger-Tochter gibt es keinen Trost.

22:47: Das wars, Schlusspfiff. Die Spieler klatschen sich in der Mitte ab, danach kommen die Gladbacher Spieler in unsere Kurve und beklatschen ihre Anhänger im oberen Block, die ihnen lautstark entgegenjubeln. Erst jetzt merke ich, dass auch in meinem Block doch einige Gladbach-Anhänger untergebracht waren, denn der Gladbach-Vater ist nicht der Einzige, der hier aufsteht und klatscht. Ich klatsche mit, denn ich fand den Auftritt der Mannschaft auch gut. Von den Bayern-Akteuren kommt keiner in unsere Nähe, einzig Robben und Ribery laufen eine größere Runde um den ganzen Platz und spenden den Rängen Beifall. Lahm steht bei den TV-Kameras und gibt erste Interviews, ich mache mir einen Spaß daraus, mir zusammenzureimen, welche Standardaussagen er diesmal aus dem Phrasen-Repertoire angelt: „Es war ein hartes Stück Arbeit, Gladbach war der erwartet starke Gegner, aber ich denke, wir haben die Vorgaben des Trainers ganz gut umgestellt (Streichen der Fingerspitzen über das linke Ohr) Nach der langen Pause sind wir alle froh, dass es endlich weitergeht, und freuen uns natürlich über die drei Punkte.“

22:55: Die Ränge haben sich schnell geleert, doch wir bleiben da, da mir ein langjähriger Bayern-Fan und Arena-Besucher warnend erzählt hatte, dass in den Parkhäusern nach Abpfiff das reinste Chaos herrscht und ich deswegen entweder vor kurz Abpfiff oder erst lange nach Abpfiff zum Auto gehen sollte. Also gehen Freundin und ich in Richtung Zentrum auf Höhe der Auswechselbanken und schauen uns an, was da unten noch so passiert. Alaba gibt ein Interview bei Dubai Sport, die ein eigenes Podestchen zwischen den deutschen Sendern aufbauen durften, Wolf Fuss und Christian Ziege stehen an einem Tisch mit Eurosport-Logo und diskutieren, ich frage mich, was es damit auf sich hat. Seit wann ist Wolf Fuss bei Eurosport, und seit wann gibt es bei Eurosport Berichterstattung aus der Bundesliga? Auf dem Platz sind inzwischen nur noch Rafinha und Martinez, der Assistent beobachtet sie von der Seitenlinie aus, und die zwei müssen noch eine Laufeinheit absolvieren. Sie laufen immer eine halbe Runde im normalen Tempo, bevor sie dann für die nächste halbe kräftig anziehen. Soll wohl dem Aufholen von Trainingsrückstand dienen, ich persönlich sehe das zum ersten Mal nach einer Bundesligapartie.

23:05: Nachdem wir noch ein paar Fotos gemacht und von uns machen lassen haben, entscheiden wir uns, das Stadion zu verlassen. Ich bin mir sicher, dass ich in Zukunft noch einmal hierher kommen werde, und dass ich dann sicherstellen werde, dass ich ein, zwei Stunden vor Spielbeginn im Stadion sein werde, weil ich bei Stadienbesuchen immer das ganze Drumherum aufsaugen will, und weil ich das Gefühl habe, dass das Ganze nun viel zu schnell vorbei ist, was sicher auch an der Kurzweiligkeit des gesehenen Spiels liegt. Die Stimmung auf den Rängen war enttäuschend, doch das minderte das Erlebnis nicht allzu dramatisch, zudem waren die lauten Gladbacher ja in der Nähe.

23:10: Wir laufen über die Wege in den Feldern in Richtung Parkgarage, und ich will, dass meine Freundin mich noch einmal fotografiert, mit der roten Arena im Hintergrund. Das kurze Shooting erweist sich als schwierig, da jeder natürlich nach Hause will und jeder Zweite mich fast um den Haufen rennt. Genau, als sie zum ersten Mal abdrückt, rempelt mich ein Mittvierziger mit langer Vokuhila-Mähne im alten Bayern-Trikot an, der mit zwei Kollegen unterwegs ist, und ruft beim Weiterlaufen „Scheiß Foto!“ Ich rufe ihm hinterher: „Dank dir, ja!“ Wir lachen beide.

23:20: Wir sind inzwischen im Auto und haben noch nicht die geringste Ahnung, was uns erwartet. Nach dem Ausparken ist nach einigen Metern schon Schluss, vor uns tut sich nichts, und naiv wie ich bin, rechne ich nur mit einigen Minuten Wartezeit. Bis ich irgendwann merke, dass alle anderen den Motor ausgeschaltet haben, viele verlassen das Auto sogar und laufen in der Gegend herum.

23:40: Es tut sich nichts, wir stehen und stehen. Ein lustiger Gladbach-Fan im Trikot und mit Strohhut wird zu unserem ständigen Begleiter und schickt sich an, zum DJ der ganzen Etage zu werden. Er hat sich auf das Dach seines BMW X5 gesetzt, alle Türen aufgemacht und lässt nun seine CD laufen. Dank ihm schallt nun ein Partyhit nach dem anderen durch die Betonhölle, in der wir gefangen sind. Ich identifiziere die CD als eine Art Sommer-Party-Mix vom vergangenen Jahr, es sind Stücke, die man seit jenem Sommer überhall hört und kennt. Warum ich mich über die Musik aus dem Wagen des Gladbach-Fans mit Strohhut auslasse? Weil es der einzige Zeitvertreib ist, der Musik zuhören und nach jedem Stück versuchen, den Ohrwurm loszuwerden, sonst gibt es nichts zu tun, außer im Auto zu sitzen und zu warten. Wir sind gefangen im Parkhaus-Stau, meine Freundin kann ab und zu wenigstens ein Nickerchen einstreuen, ich muss abwarten. Wir sprechen zwei Bayern-Fans an, die aus vorderer Richtung kommend an unserem Auto vorbeilaufen, sie sind nett und teilen uns mit, dass wir uns auf mindestens zwei Stunden Wartezeit anstellen sollen, die örtlichen U-Bahn-Stationen seien gesperrt, zuerst müssten die unteren Etagen geleert werden, bis dann die Autos auf unsere Etage nach unten dürften. Zwei Stunden Wartezeit, jetzt noch? Oh je.

00:30: Resignation macht sich breit. Noch immer gibt es keinen Meter Raumgewinn, und die Mucke des Hobby-DJs auf dem Autodach geht mir inzwischen nur noch auf den Sack. Meine Freundin schläft. Ich werde philosophisch und wundere mich darüber, was man als Fan und Zuschauer alles dafür aufbringt, um den Besten der Besten bei ihrer Tätigkeit zusehen zu können. Man kämpft sich durch die Straßen, durch die Einlasskontrollen, man plant den ganzen Tag durch, man zahlt dafür, und selbst das Verlassen des Stadions wird zur ermüdenden, stundenlangen Angelegenheit. Ich stelle mir vor, wie Ribery längst wieder zu Hause lässig auf der Couch lungert und sich über das gelungene Spiel und die eingestrichene Prämie freut, während ich hier im Parkhaus festsitze und noch drei Stunden Autobahn vor mir habe. Ist das unfair oder übertreibe ich vor lauter Frust? Die Partymusik aus dem X5 hat mich ganz kirre gemacht, das wird es sein.

01:10: Endlich, endlich bewegt sich die Schlange, und nach zwei, drei Minuten bin ich unten am Ausgang, wo ich einer Ordnerin die Parkpauschale von 10 Euro in die Hand drücke und dann nach draußen fahre. Als wir auf die Autobahn fahren, frage ich meine Freundin: „Wie fandest dus?“ Sie antwortet: „Sehr toll, es hat sich gelohnt.“ Die Worte freuen mich, denn normalerweise hat sie mit Fußball nicht viel am Hut.

03:40: Die Autobahn war leer und ruhig, ich bin zuhause und gehe gleich ins Bett. Der Arena-Ausflug war lang und anstrengend, und vor allem das Drumherum der Reise, die Anfahrt, das Organisatorische, die Abfahrt, gestaltete sich enorm stressig, was hauptsächlich der großen Distanz zwischen Wohnort und Spielstätte und dem nicht vermeidbaren, verspäteten Losfahren geschuldet war. Das alles wurde aber wettgemacht durch das Erlebte im Stadion, durch das aufregende Spiel, durch die vielen, gesammelten Eindrücke und Beobachtungen, die fehlende Anfeuerung der Bayern-Fans, die tollen Gladbach-Fans, der überragende Ribery, der Ordner, der nichts vom Spiel mitbekommt, der Gladbach-Vater, der starke Kruse, der nette Herr am Anfang mit dem mysteriösen Stadionverbot, und und und. Ich werde sicherlich wiederkommen, auch wenn ich dann sicherlich früher losfahren werde. Ich bin hundemüde und würde nun eigentlich sofort einschlafen, nur die Musik des Autodach-DJs will mir nicht aus dem Kopf und hält mich wach. I got a hangover, woohooooo! Verdammter Ohrwurm. Gute Nacht.

4 Gedanken zu „Ab in die Arena“

  1. Schön, dass Du wieder da bist! Hatte mir schon Sorgen gemacht…

    Schöner Bericht im Übrigen. Und er bestärkt mich passionierten Bahnfahrer in dem Argument, dass auch Autos gelegentlich Verspätung haben. 😉

    1. Danke für die zum Glück unberechtigten Sorgen, lieber Bern. Ich hatte irgendwo schon angedeutet, dass ich einen Ferienjob anfangen werde, und war dort die letzten sechs Wochen in der Nachtschicht beschäftigt, weswegen ich nicht zum Schreiben kam. Allgemein zeichnet sich ab, dass dieser Blog aus Zeitgründen wohl nicht die hohe Frequenz und Tagesaktualität wie der letzte haben wird und der Inhalt sich eher auf längere Texte wie diesen hier in mittelgroßen Abständen konzentrieren wird. Das kann aber nächste Woche schon wieder ganz anders aussehen, sprunghaft wie ich bin :-)

      1. Na dann ist ja alles bestens! Und wenn es mal länger dauert bis zum nächsten Beitrag, freue ich mich umso mehr, wenn er dann da ist…

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