Ibra x 30

Als Zlatan Ibrahimovic letzten Sommer bei Paris Saint Germain vorgestellt wurde, fand er blumige Worte für die Begründung seines Wechsels:

„Es ist ein sehr großer Schritt in meiner Karriere und ein weiterer Traum, der wahr wird.
Ich bin sehr glücklich, weil es ein Projekt ist, das ich mitgestalten möchte.
Ich will Teil der Geschichte dieses Vereins werden.
Ich bin hier um zu gewinnen und nichts anderes.“

Wirft man den Übersetzer für oberflächliches Pressekonferenzgeschwurbel an, bekommt man folgende Ergebnisse:

„Es ist ein sehr großer Schritt für mein Konto und ein weiterer finanzieller Traum, der wahr wird.
Ich bin sehr glücklich, weil ich jetzt noch steinreicher werde, als ich eh schon bin.
Ich will Teil der unbegrenzten finanziellen Möglichkeiten dieses Vereins werden.
Ich bin hier um zu gewinnen und nichts anderes. Und für die Kohle.“

Denn für 14 Millionen Euro im Jahr zu einem neureichen Klub, der vor dem neuen Reichtum keinerlei Attraktivität besaß, da braucht mir keiner mit den Vorzügen des Projekts und der Geschichte des Vereins zu kommen.

Ich merke aber gerade, dass ich mich durch die kritische Betrachtung des Transfers in der Richtung des Beitrags ein wenig verfahre, denn eigentlich soll am Ende ein Video mit allen 30 Saisontoren Ibrahimovics angepriesen werden, deswegen sollten wir uns vielleicht mehr auf die rein sportliche Betrachtung von Ibrahimovic konzentrieren. Denn auch wenn er auf viele nicht gerade als Sympathiebolzen wirken mag, so ist er als Offensivspieler nichts anderes als ein Gesamtpaket. Physis, Technik, Instinkt, Nervenstärke, Passspiel, Übersicht, Abschluss, alles da, alles überragend.

Das folgende Video fasst in dreißig Schritten zusammen, wie er Paris zum Titel geschossen hat. Per Fuß, per Kopf, per Direktabnahme mit dem Außenrist, mit Freistößen, mit der Brust. Das Jahreszeugnis des wohl komplettesten Stürmers unserer Zeit.

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